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Fliesenverlegung Tezgel – Fachbetrieb Aßlar & Wetzlar
Ebenheit · Nivellierung · Gefälle

Untergrund ausgleichen und Gefälle herstellen: eben verlegen, Wasser gezielt ableiten

Ein planebener Belag beginnt beim Untergrund. Wir messen die Ebenheit, gleichen Böden und Wände aus und legen vor Bodenablauf oder Duschrinne ein Gefälle an, das Wasser zuverlässig dorthin führt, wo es hin soll.

DIN 18202

Ebenheit messen: Stichmaße nach DIN 18202

Gemessen wird mit Richtlatte und Messkeil: Die Latte liegt an den Hochpunkten auf, das Stichmaß ist der größte Abstand zwischen Latte und Fläche. Wie groß es sein darf, hängt vom Abstand der Messpunkte ab – auf kurzen Strecken ist die Toleranz kleiner als auf langen.

Die Norm unterscheidet normale und erhöhte Anforderungen. Erhöhte Anforderungen gelten nur, wenn sie ausdrücklich vereinbart sind.

Ebenheitstoleranzen nach DIN 18202, Tabelle 3 (Auszug)
ZeileBauteil0,1 m1 m4 m
3Flächenfertige Böden, z. B. Estriche zur Aufnahme von Bodenbelägen, Fliesenbeläge2 mm4 mm10 mm
4wie Zeile 3, jedoch mit erhöhten Anforderungen1 mm3 mm9 mm
6Flächenfertige Wände, z. B. geputzte Wände, Wandbekleidungen3 mm5 mm10 mm
7wie Zeile 6, jedoch mit erhöhten Anforderungen2 mm3 mm8 mm

Auszug aus DIN 18202, Tabelle 3: zulässige Stichmaße als Grenzwerte bei Messpunktabständen von 0,1 m, 1 m und 4 m. Die Norm nennt weitere Messpunktabstände; maßgeblich ist ihre geltende Fassung.

Großformate

Erhöhte Ebenheit für Großformate vereinbaren

Je länger die Fliesenkante, desto deutlicher zeichnet sich jede Welle im Untergrund ab. Großformatige Fliesen im Dünnbett brauchen deshalb in der Regel einen Untergrund, der über die üblichen Toleranzen hinaus eben ist – ein Nivelliersystem beim Verlegen gleicht keine Untergrundmängel aus.

Wir empfehlen, die erhöhten Anforderungen (Zeile 4 bzw. 7) bei Großformaten ausdrücklich zu vereinbaren und den nötigen Ausgleich von Anfang an im Angebot vorzusehen. Mehr zu XXL-Großformaten

Verfahren

Spachteln, Nivellieren, Ausgleichsschicht: was wann passt

Welche Methode richtig ist, hängt von der Größe der Abweichung, vom Untergrund und vom geplanten Format ab.

  • Spachteln

    Für kleinere Mulden, Versätze und Kanten. Spachtelmasse wird mit der Traufel abgezogen, auch örtlich begrenzt. Klassisch vor dem Dünnbett.

  • Nivellieren

    Selbstverlaufende Nivelliermasse wird großflächig gegossen und verteilt. Sie ergibt eine sehr ebene Fläche – ideal vor Großformaten. Auf Holz und Mischuntergründen kommen faserverstärkte Massen zum Einsatz.

  • Ausgleichsschicht

    Für größere Höhenunterschiede reichen dünne Spachtelungen nicht. Dann werden Ausgleichsmörtel in größerer Schichtdicke oder mehrere Lagen eingesetzt – jeweils innerhalb der Herstellergrenzen.

  • Gefälleschicht

    Gefällemörtel, Gefällespachtel oder vorgefertigte Gefälleelemente bilden die Neigung zum Ablauf. Die Abdichtung liegt darauf, der Belag folgt dem Gefälle.

  • Wandbegradigung

    Unebene Wände werden mit Putzausgleich oder Spachtel begradigt. Bei moderaten Abweichungen hilft das Mittelbettverfahren, bei stark schiefen Wänden eine Bekleidung mit Bauplatten.

Wand

Wände begradigen

Auch Wände werden mit der Richtlatte geprüft, dazu kommen Lot und Winkligkeit der Ecken. Gerade in Altbauten sind Wände oft gewölbt oder aus dem Lot – bei großen Wandfliesen und durchgehenden Fugenbildern fällt das sofort auf.

Ob gespachtelt, im Mittelbett verlegt oder mit Bauplatten bekleidet wird, entscheiden Abweichung, Putzzustand und Raumsituation. Hohl liegender oder sandender Putz wird vorher entfernt.

Worauf wir an der Wand achten

  • Ebenheit mit Richtlatte, Lot mit Wasserwaage oder Laser
  • Festigkeit und Haftung des Putzes, Hohlstellen durch Abklopfen
  • Saugverhalten und passende Grundierung
  • Rechtwinklige Ecken für saubere Anschlüsse und Gehrungskanten
  • Ausreichend Platz für Armaturen, Vorwände und Nischen
Entwässerung

Gefälle in Innenräumen herstellen: zu Bodenablauf oder Duschrinne

Wasser soll ablaufen, ohne Pfützen zu bilden – und der Boden soll trotzdem sicher begehbar bleiben. In der Praxis üblich sind Gefälle von etwa 1 bis 2 %. Im barrierefreien Duschplatz lässt DIN 18040-2 höchstens 2 % zu.

Duschrinne

Bei einer Rinne an der Wand oder im Boden fällt die Fläche nur in eine Richtung. Das ergibt eine einzige geneigte Ebene – gut geeignet für großformatige Fliesen, die ohne Kehlschnitte durchlaufen können.

Punktablauf

Beim mittigen Ablauf fällt die Fläche aus mehreren Richtungen zum Punkt. Die Fliesen werden an den Graten diagonal geschnitten; kleinere Formate oder Mosaik folgen den Neigungen leichter.

Das Gefälle entsteht in der Schicht unter der Abdichtung. Einbau und Anschluss des Ablaufs an das Abwassernetz übernimmt der Sanitärinstallateur. Gefälle auf Balkonen und Terrassen behandeln wir unter Balkonsanierung.

Vorbereitung

Grundierung und Trocknungszeiten

  • Die Grundierung bindet Reststaub, reguliert das Saugverhalten und verhindert, dass die Ausgleichsmasse zu schnell Wasser verliert oder Luftblasen bildet.
  • Calciumsulfatestriche und nicht saugende Untergründe brauchen jeweils eine dafür freigegebene Grundierung.
  • Wartezeiten zwischen Grundierung, Ausgleich und Verlegung richten sich nach Herstellerangaben, Schichtdicke, Temperatur und Luftfeuchte.
  • Dicke Ausgleichsschichten trocknen deutlich länger als dünne Spachtelungen – das planen wir in den Ablauf ein.

Häufige Fragen zu Ausgleich und Gefälle

Ist ein Untergrund im Rahmen der Norm automatisch gut genug für Großformate?

Nicht unbedingt. Die üblichen Ebenheitstoleranzen nach DIN 18202 können für großformatige Fliesen zu grob sein, weil sich Unebenheiten auf langen Kanten als Überzähne zeigen. Erhöhte Anforderungen müssen deshalb ausdrücklich vereinbart und der Untergrund entsprechend vorbereitet werden.

Kann das Gefälle nachträglich im Fliesenkleber hergestellt werden?

Nein. Der Kleber ist für eine gleichmäßige, dünne Schicht gedacht. Ein Gefälle wird in der Schicht darunter angelegt – im Estrich, mit Gefällemörtel oder mit Gefälleelementen –, damit auch die Abdichtung dem Gefälle folgt.

Wer schließt den Bodenablauf an?

Einbau und Anschluss des Ablaufs an das Abwassernetz übernimmt der Sanitärinstallateur. Wir stimmen Einbauhöhe und Lage vorher mit ihm ab, bilden das Gefälle aus und binden die Abdichtung an den Ablauf an.

Unebener Boden, schiefe Wand, bodengleiche Dusche?

Beim Vor-Ort-Aufmaß misst Deniz Tezgel Ebenheit und Höhen und zeigt Ihnen, welcher Ausgleich für Ihr Format und Ihre Dusche nötig ist.

HWK Fachbetrieb · HWK Wiesbaden

Unser 8-Punkte-Qualitätsversprechen für Ihr Fliesenprojekt

Vom Aufmaß bis zur fertigen Fuge: Wir stehen zu unseren Vereinbarungen, Preisen und Terminen – in Aßlar, Wetzlar und ganz Hessen.

  • Punkt 01

    Kostenfreies Vor-Ort-Aufmaß & Schadensanalyse

    Persönliche Begutachtung des Untergrunds, Restfeuchtemessung und fundierte technische Beratung direkt bei Ihnen.

    Garantierter Standard

  • Punkt 02

    Millimetergenaue Großformatverlegung (XXL)

    Spezialwerkzeuge, moderne Vakuum-Heber und exaktes Nivelliersystem für planebene Oberflächen ohne Überzähne.

    Garantierter Standard

  • Punkt 03

    Normgerechte Verbundabdichtung nach DIN 18534

    Lückenlose Abdichtungsbahnen und Dichtmanschetten in Nassräumen für dauerhafte Dichtigkeit und Schimmelschutz.

    Garantierter Standard

  • Punkt 04

    Verbindliche Festpreis-Kalkulation

    Transparente Kostenaufstellung nach Quadratmetern und Arbeitsaufwand ohne unvorhergesehene Zusatzkosten.

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  • Punkt 05

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    Garantierter Standard

  • Punkt 06

    Garantierter Staubschutz bei Sanierungen

    Schonendes Arbeiten im bewohnten Bestand mit Staubschutzwänden und Luftreinigern.

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  • Punkt 07

    Hochwertige Verlegewerkstoffe & Markenkleber

    Ausschließliche Verwendung flexibler C2-TE-S1/S2 Fliesenkleber und verfärbungsfreier Premium-Fugenmassen.

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  • Punkt 08

    Persönliche Betreuung durch Inhaber Deniz Tezgel

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