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Fliesenverlegung Tezgel – Fachbetrieb Aßlar & Wetzlar
Materialkunde · DIN EN 14411

Feinsteinzeug, Steinzeug, Steingut: Fliesenarten und ihre Eigenschaften

Fliese ist nicht gleich Fliese. Wasseraufnahme, Frostbeständigkeit, Oberfläche und Kantenbearbeitung entscheiden, wo eine Fliese dauerhaft funktioniert. Diese Seite erklärt die Kennwerte – damit Sie beim Aussuchen und beim Vergleichen von Angeboten wissen, worauf Sie achten müssen.

Gruppen nach DIN EN 14411

Gebrannte Keramik: drei Werkstoffe, viele Einsatzorte

  • Gebrannte Keramik

    Alle keramischen Fliesen bestehen aus Ton, Feldspat, Quarz und weiteren Mineralien, die geformt und bei hoher Temperatur gebrannt werden. Brenntemperatur und Rohstoffe bestimmen, wie dicht der Scherben wird.

  • Wasseraufnahme als Schlüsselwert

    DIN EN 14411 ordnet Fliesen nach Formgebung (A = stranggepresst, B = trockengepresst) und nach ihrer Wasseraufnahme in Gruppen von I bis III ein. Je geringer die Wasseraufnahme, desto dichter und belastbarer die Fliese.

  • Feinsteinzeug

    Gruppe BIa mit einer Wasseraufnahme von höchstens 0,5 %. Sehr dicht, frostbeständig, bruchfest und für Boden und Wand, innen wie außen geeignet – der heute gebräuchlichste Fliesenwerkstoff.

  • Steinzeug

    Dicht gebrannt, aber etwas offener als Feinsteinzeug (meist Gruppen BIb bis BIIa). Robust für Böden im Innenbereich; frostbeständig nur, wenn der Hersteller dies ausdrücklich angibt.

  • Steingut

    Gruppe BIII mit einer Wasseraufnahme über 10 %. Poröser, glasierter Scherben, leicht zu schneiden, für Wandflächen im Innenbereich. Nicht frostbeständig und nicht für Böden geeignet.

  • Frostbeständigkeit

    Draußen zählt, ob eine Fliese Frost-Tau-Wechsel ohne Schäden übersteht. Das wird nach DIN EN ISO 10545-12 geprüft und vom Hersteller deklariert. Für Balkon und Terrasse kommt praktisch nur Feinsteinzeug in Frage.

Vergleich der Fliesenarten nach Wasseraufnahme, Frostbeständigkeit und Einsatz
FliesenartWasseraufnahme (Gruppe)FrostbeständigTypischer Einsatz
FeinsteinzeugBIa: ≤ 0,5 %JaBoden und Wand, innen und außen, Großformate, Treppen, Balkon und Terrasse
Steinzeugmeist BIb bis BIIa: > 0,5 bis 6 %Nur wenn vom Hersteller angegebenBöden und Wände im Innenbereich
SteingutBIII: > 10 %NeinWandfliesen im Innenbereich, z. B. Bad- und Küchenwände

Stranggepresste Fliesen wie Spaltplatten oder Cotto gehören zur Gruppe A und werden nach demselben Prinzip eingeordnet.

Kennwerte lesen

Was auf dem Karton steht – und was es bedeutet

Glasiert oder unglasiert

Unglasiertes Feinsteinzeug ist durchgefärbt: Die Oberfläche entspricht dem Scherben, Abnutzung fällt kaum auf. Glasierte Fliesen tragen Farbe und Dekor in einer eingebrannten Glasur – das ermöglicht nahezu jede Optik, macht die Oberfläche aber zur entscheidenden Verschleißschicht.

Rektifiziert oder kalibriert

Rektifizierte Fliesen werden nach dem Brand an den Kanten maßgenau geschliffen und erlauben schmale Fugen. Kalibrierte Fliesen werden nach dem Brand in Größenklassen sortiert; das Kaliber steht auf dem Karton. Innerhalb einer Fläche sollte nur ein Kaliber verlegt werden.

Abriebklasse

Die Abriebklassen 1 bis 5 (häufig PEI-Klassen genannt, geprüft nach DIN EN ISO 10545-7) gelten nur für glasierte Bodenfliesen. Für Wohnräume genügen meist mittlere Klassen; stark begangene Flure und Eingänge brauchen höhere. Unglasiertes Feinsteinzeug wird stattdessen auf Tiefenverschleiß geprüft.

Rutschhemmung (R-Klasse)

Die Rutschhemmung wird nach DIN EN 16165 ermittelt, die die früheren Prüfnormen DIN 51130 und DIN 51097 ersetzt hat. Angegeben werden R9 bis R13 für Bereiche mit Schuhen und die Klassen A, B, C für nassbelastete Barfußbereiche. Für Privathaushalte sind sie eine Empfehlung, keine Pflicht. Mehr zu R-Klassen

Beim Kauf: Farbcharge, Kaliber und Reservefliesen

  • Eine Farbcharge

    Fliesen aus unterschiedlichen Produktionen können leicht im Farbton abweichen. Die Charge steht auf dem Karton – bestellen Sie die gesamte Menge aus einer Charge.

  • Ein Kaliber

    Bei kalibrierten Fliesen gehört auch das Kaliber auf die Bestellung. Unterschiedliche Kaliber in einer Fläche führen zu verlaufenden Fugen.

  • Reserve aufbewahren

    Heben Sie einige Fliesen für spätere Reparaturen auf. Nach Jahren ist dieselbe Serie oft nicht mehr lieferbar.

Wie viel Verschnitt Sie je nach Verlegemuster einplanen sollten, steht bei Verlegemuster & Abschlüsse. Sie möchten Fliesen gemeinsam auswählen? Fliesenberatung nach Terminvereinbarung.

Übersicht

Welche Fliese für welchen Raum?

Eine erste Orientierung. Welche Fliese im Einzelfall passt, hängt von Nutzung, Untergrund und Gestaltung ab.

RaumGeeignete FliesenartWorauf achten
Wohn- und EssbereichFeinsteinzeug, gern im Großformat oder als Holzoptik-DieleRuhige Fläche, auf Fußbodenheizung geeignet
KücheFeinsteinzeug am Boden; an der Wand auch Steingut oder GroßformatFleckunempfindliche Oberfläche, belastbare Fugen
Flur und DieleFeinsteinzeug mit matter, strukturierter OberflächeHohe Abriebfestigkeit, Rutschhemmung bei nassen Schuhen
Bad – WandSteingut oder FeinsteinzeugIm Spritzwasserbereich Abdichtung nach DIN 18534
Bad – Boden und DuscheFeinsteinzeug, in der Dusche rutschhemmendRutschhemmung für nassbelastete Barfußbereiche beachten
Balkon und TerrasseFrostbeständiges Feinsteinzeug, je nach Aufbau als 2-cm-PlatteFrostbeständigkeit, Gefälle, Entwässerung
TreppeFeinsteinzeug oder NatursteinTrittsichere Oberfläche, saubere Stufenkanten
Fliesen-Konfigurator
  1. Schritt 1: Raum & Einsatzbereich
  2. Schritt 2: Untergrund & Bestand
  3. Schritt 3: Format, Material & Menge
  4. Schritt 4: Zusammenfassung & Kontakt

Schritt 1 von 4

Fliesenprojekt vorbereiten

Materialbedarf inkl. Verschnitt (Richtwert):

Wählen Sie zuerst einen Bereich.

1. Raum & Einsatzbereich

Wo soll gefliest werden? Mehrfachauswahl ist möglich.

Raum und Einsatzbereich (Mehrfachauswahl)

Bitte wählen Sie mindestens einen Bereich aus.

HWK Fachbetrieb · HWK Wiesbaden

Unser 8-Punkte-Qualitätsversprechen für Ihr Fliesenprojekt

Vom Aufmaß bis zur fertigen Fuge: Wir stehen zu unseren Vereinbarungen, Preisen und Terminen – in Aßlar, Wetzlar und ganz Hessen.

  • Punkt 01

    Kostenfreies Vor-Ort-Aufmaß & Schadensanalyse

    Persönliche Begutachtung des Untergrunds, Restfeuchtemessung und fundierte technische Beratung direkt bei Ihnen.

    Garantierter Standard

  • Punkt 02

    Millimetergenaue Großformatverlegung (XXL)

    Spezialwerkzeuge, moderne Vakuum-Heber und exaktes Nivelliersystem für planebene Oberflächen ohne Überzähne.

    Garantierter Standard

  • Punkt 03

    Normgerechte Verbundabdichtung nach DIN 18534

    Lückenlose Abdichtungsbahnen und Dichtmanschetten in Nassräumen für dauerhafte Dichtigkeit und Schimmelschutz.

    Garantierter Standard

  • Punkt 04

    Verbindliche Festpreis-Kalkulation

    Transparente Kostenaufstellung nach Quadratmetern und Arbeitsaufwand ohne unvorhergesehene Zusatzkosten.

    Garantierter Standard

  • Punkt 05

    Verlässliche Termintreue & Bauzeitenplan

    Feste Zusagen für Baustart und Fertigstellung – damit Ihr Alltag planbar bleibt.

    Garantierter Standard

  • Punkt 06

    Garantierter Staubschutz bei Sanierungen

    Schonendes Arbeiten im bewohnten Bestand mit Staubschutzwänden und Luftreinigern.

    Garantierter Standard

  • Punkt 07

    Hochwertige Verlegewerkstoffe & Markenkleber

    Ausschließliche Verwendung flexibler C2-TE-S1/S2 Fliesenkleber und verfärbungsfreier Premium-Fugenmassen.

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  • Punkt 08

    Persönliche Betreuung durch Inhaber Deniz Tezgel

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Überzeugen Sie sich selbst von unserer Fachqualität

Kostenfreies Vor-Ort-Aufmaß durch Deniz Tezgel – in Aßlar, Wetzlar, Gießen und Umgebung.

Materialberatung vom Fachbetrieb

Unsicher, welche Fliese passt?

Beim kostenfreien Vor-Ort-Aufmaß besprechen wir Nutzung, Untergrund und Wunschoptik und empfehlen die passende Fliesenart.