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Fliesenverlegung Tezgel – Fachbetrieb Aßlar & Wetzlar
Silikatische Natursteine

Granit, Schiefer und Quarzit: silikatische Natursteine richtig verlegen

Hart im Nehmen und deutlich unempfindlicher gegen Säure als Marmor: Silikatische Steine eignen sich für stark genutzte Böden, Treppen und – in frostbeständigen Sorten – auch für draußen. Worauf es bei Auswahl und Verlegung ankommt.

Grundlagen

Silikatisch statt kalkhaltig: was das für Säure, Flecken und Pflege bedeutet

Silikatische Gesteine bestehen überwiegend aus Quarz, Feldspat und Glimmer. Diese Minerale werden von haushaltsüblichen Säuren wie Essig oder Zitronensaft praktisch nicht angegriffen – anders als der Kalk in Marmor oder Travertin.

Unempfindlich gegen Flecken sind sie deshalb nicht automatisch: Auch Granit hat Poren, in die Öl oder Rotwein eindringen können. Eine Imprägnierung und eine pH-neutrale Pflege halten die Oberfläche dauerhaft schön – Einzelheiten dazu im Naturstein-Ratgeber.

Ausnahmen kennen: Sandsteine mit kalkhaltigem Bindemittel reagieren auf Säure wie Kalkstein. Schiefer kann Kalk oder Pyrit enthalten; Pyrit oxidiert an der Luft und hinterlässt Rostflecken. Fragen Sie beim Kauf nach den Prüfwerten der Sorte.

„Granit“ im Handel: Handelsname und Gesteinsart

Im Natursteinhandel steht „Granit“ oft für eine ganze Gruppe harter, polierfähiger Gesteine. Unter diesem Namen werden auch Gneis, Gabbro oder andere Tiefengesteine verkauft. Für die Verlegung zählen deshalb nicht der Handelsname, sondern Gesteinsart und Prüfwerte: Wasseraufnahme, Frostbeständigkeit und Biegefestigkeit.

Gesteine

Die silikatischen Natursteine im Überblick

  • Granit & granitähnliche Tiefengesteine

    Grobkörnig, sehr hart und dicht. Klassiker für stark begangene Böden, Eingangsbereiche und Treppen; viele Sorten sind frostbeständig und damit auch für außen geeignet.

  • Gneis

    Metamorphes, unter Druck und Hitze umgewandeltes Gestein mit oft streifiger, bewegter Zeichnung. Ähnlich robust wie Granit, im Handel häufig ebenfalls unter „Granit“ geführt.

  • Quarzit

    Besteht fast vollständig aus Quarz und ist entsprechend hart und abriebfest. Häufig spaltrau oder mit feiner Oberfläche erhältlich, innen wie außen beliebt.

  • Schiefer

    Feinschichtig, meist dunkel, spaltrau oder geschliffen. Vergleichsweise weich und kratzempfindlicher als Granit, aber überwiegend silikatisch aufgebaut.

  • Silikatische Sandsteine

    Körnige Steine mit warmer, natürlicher Oberfläche. Entscheidend ist das Bindemittel zwischen den Körnern: Nur bei kieseligem Bindemittel ist der Stein weitgehend säureunempfindlich.

Schiefer: spaltrau oder geschliffen, kalibriert oder unkalibriert

Spaltrau zeigt die natürliche Schichtfläche mit lebendigem Relief. Geschliffen wirkt ruhiger und lässt sich leichter reinigen.

Kalibrierte Platten sind auf eine einheitliche Stärke gebracht und lassen sich im Dünnbett verlegen. Unkalibrierte Platten schwanken in der Stärke; sie werden im Mittelbett verlegt, damit die Oberfläche trotzdem eben wird.

Weil Schiefer weicher ist als Granit, zeigt er Kratzer durch Sand schneller. Eine Sauberlaufzone am Eingang schont den Belag.

Oberflächen

Oberflächen und Rutschhemmung

Derselbe Stein kann je nach Bearbeitung spiegelglatt oder griffig sein. Die Rutschhemmung wird nach DIN EN 16165 bestimmt (R9 bis R13 für das Begehen mit Schuhen, A bis C für Barfußbereiche). Welche Klasse wo sinnvoll ist, erklärt unser Beitrag Rutschfeste Fliesen.

  • PoliertGlänzend, farbintensiv, pflegeleicht – bei Nässe aber glatt. Für trockene Wohnbereiche und Wandflächen.
  • Geschliffen / gehontSeidenmatt, ruhige Optik, trittsicherer als poliert. Vielseitig für Böden innen.
  • GeflammtDurch Hitze aufgeraute, griffige Oberfläche. Typisch für Granit im Außenbereich und auf Außentreppen.
  • Gebürstet / sandgestrahltLeicht strukturiert, samtige Haptik. Verbindet Rutschhemmung mit angenehmem Gehgefühl.
  • SpaltrauNatürliche Spaltfläche, besonders bei Schiefer und Quarzit. Lebendige Optik, gute Trittsicherheit.

Verlegung: Dünnbett oder Mittelbett, immer mit natursteingeeignetem Kleber

Kalibrierte Platten verlegen wir im Dünnbett, unkalibrierte im Mittelbett. In beiden Fällen wird die Platte hohlraumarm eingebettet, damit sie unter Last nicht bricht.

Auch silikatische Steine können sich verfärben: Helle Granite und Quarzite nehmen Feuchtigkeit aus dem Mörtelbett auf, was zu dunklen Flecken oder Rändern führen kann. Deshalb verwenden wir weiße, schnell abbindende Kleber, die für Naturstein geeignet sind.

Einsatz innen und außen, Pflege und Imprägnierung

Innen eignen sich silikatische Steine für Flur, Küche, Wohnbereich und Bad. Draußen entscheidet die Frostbeständigkeit der jeweiligen Sorte; eine griffige Oberfläche ist Pflicht. Passende Aufbauten zeigt unser Ratgeber Terrassenplatten; für Stufen aus Naturstein lohnt ein Blick in den Treppen-Ratgeber.

Gepflegt wird mit Wasser und pH-neutralem Steinreiniger. Ob und wann eine Imprägnierung sinnvoll ist, erklärt der Naturstein-Ratgeber.

Naturstein variiert von Platte zu Platte in Farbe und Zeichnung. Das ist Teil seines Charakters – wir sortieren größere Flächen vor dem Verlegen, damit das Gesamtbild stimmig wirkt.

Beratung & Aufmaß

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Wir prüfen Untergrund und Einsatzbereich, besprechen Oberfläche und Plattenstärke und verlegen Ihren Stein mit dem passenden Mörtelbett.

HWK Fachbetrieb · HWK Wiesbaden

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